LTE ist derzeit nach wie vor eine Lösung der dritten Mobilfunkgeneration. Gegenwärtig werden jedoch bei der International Telecommunication Union (ITU) bereits die Anforderungen für Systeme der vierten Generation festgelegt. Diese Bestrebungen laufen unter der Bezeichnung "IMT-Advanced" (International Mobile Telecommunications - Advanced). IMT-Advanced wird sich nicht grundsätzlich von LTE unterscheiden. Es sollen jedoch noch größere Kanalbandbreiten unterstützt und damit noch deutlich höhere Datenraten als bei LTE realisiert werden.
Bei IMT Advanced handelt es sich quasi um das Nachfolge-Gremium von IMT-2000. Während IMT-2000 stets an einer Empfehlung für den Mobilfunk der dritten Generation (3G) gearbeitet hat, sind die Ziele bei IMT-Advanced höher gesteckt und sehen neben der 1-Gigabit/s-Datenrate im stationären Betrieb auch mindestens 100 MBit/s für mobile Teilnehmer vor.
Unter dem Namen "IMT-2000" (International Mobile Telecommunications-2000) wurden Ende der 80er Jahre in die Anforderungen der ITU-R (Radiokommunikationssektor der International Telecommunications Union) an ein Mobilfunksystem der dritten Generation (3G Mobilfunk) zusammengefasst. Erfüllt wurden die Anforderungen von den drei Standards UMTS, CDMA2000 und UWC-136. Ende der 90er Jahre wurden die Bemühungen mehrerer Länder, Standardisierungsgremien, Hersteller und Forscher in dem 3rd Generation Partnership Project (3GPP) gebündelt. Das Ziel war es Spezifikationen für ein weltweit einheitliches Mobilfunknetz zu entwickeln.
IMT Advanced und die entsprechenden Ziele an den Mobilfunk der vierten Generation wurden bereits definiert. Zu den wichtigsten Zielen von IMT Advanced zählen:
- Mobile Anwendungen sollen noch einfacher nutzbar werden, indem z.B. User leichter identifiziert werden können, wenn sie dies wollen.
- Mobilfunk- und Festnetzangebote werden noch stärker zusammenwachsen, sofern die Netzbetreiber dies anstreben.
- Die Netzwerke werden es mit der Geschwindigkeit heutiger Firmennetzwerke aufnehmen können.